Forderungen.

Forderungskatalog für eine antisexistische Praxis auf der Uni und überall sonst. (wurde am 30. Oktober am Plenum eingebracht.)

Reißverschlusssystem bei der RednerInnenliste (Wenn 2 Männer auf der Liste stehen, Frauen dazwischen. Bei 2 Frauen auf der Liste, allerdings kein Mann eingeschoben.)
→ Großer Konsens, Hälfte der Anwesenden ist dafür.

Keine Verbalabstimmungen, sondern Handzeichen (Handzeichen aus Gebärdensprache übernommen)
→ mit eindeutiger Mehrheit angenommen, keine Gegenstimmen, einige Enthaltungen

Geschlechter- sensible Sprache
→ mit eindeutiger Mehrheit angenommen, keine Gegenstimmen, einige Enthaltungen

Geschlechter- sensible Visualisierung (Reißverschlusssystem!)
→ mit eindeutiger Mehrheit angenommen, keine Gegenstimmen, einige Enthaltungen

Bei Ausgrenzenden Äußerungen (z.B.: Homophobie, Sexismus, Rassismus, usw.) wird das Mikrophon abgestellt.
→ mit eindeutiger Mehrheit angenommen, keine Gegenstimmen, vereinzelte Enthaltungen

Ausschluss von Menschen aus Plena, Agrus, usw., auf Grund von diskriminierenden, sexistischen, homophoben, rassistischen Übergriffen (ob verbal, körperlich, tätlich, oder auf andere Weise)
→ mit eindeutiger Mehrheit angenommen, vereinzelte Gegenstimmen, einige Enthaltungen

Aufgrund von zeitlichem Mangel nicht abgestimmt:

Definitionsmacht liegt bei den Betroffenen
Um Missbrauch zu vermeiden kann die strukturell diskriminierte Gruppe aus der die Betroffenen stammen beim Entscheidungsprozess mit ein bezogen werden
Erstredende vor Zweitredende

15 Antworten zu Forderungen.

  1. Lucy Fair

    Wir wollen noch viel mehr als “Gleichberechtigung”, nämlich (zumindest eine schöne Anzahl von uns) überhaupt die Abschaffung von hierarchisierenden Kategorien wie “Geschlecht” oder auch “Blackness/Whiteness” im Sinne einer Kategorie mit Eigenschaftszuschreibungen, die über den Körperbau oder das optische Erscheinungsbild der Hautpigmentierung hinausgehen.

    Gehen wir doch mal zurück in die frühen 90er: Damals haben die Feministinnen in der Punkbewegung diagnostiziert, dass in der Punkbewegung die gleichen Strukturen reproduziert werden wie sonstwo auch: Die Jungs stehen auf der Bühne und spielen mit der Band, die Frauen dürfen sie anjubeln. Das war ein eklatanter Widerspruch zum egalitären Ideal der Punkbewegung, und so gab es die Gegenbewegung “Riot Grrrlllzzz”: Frauen die selbst Musik machen und ihr Ding auf die Bühne bringen, nebst Workshops, Filmen, Literatur …

    … und das alles hat sich zuerst in women-only-Veranstaltungen entwickelt, weil nämlich sonst kein Raum dafür da war, sich mal in diesen für die Aktiven neuen Aktivitäten ausprobieren zu können, ohne blöde angemacht zu werden. – Verstehst du, was ich dir mit dieser historischen Referenz über die FLIT Flat sagen will?

    Und obendrein ist für eine Frau, die gerade einen sexuellen Übergriff durch einen Mann hinter sich gebracht hat und noch im Schock ist, ein Raum mit noch so freundlichen, solidarischen und lieben Männern drin wohl nicht das, war ihren Bedürfnissen in diesem Moment wirklich entspricht. Das sollte doch nachzuvollziehen sein?

    Wir leben in einer sexistischen Gesellschaft. Und wir müssen alle irgendwie damit umgehen. Und es wäre mir lieber, wir lebten in einer Gesellschaft, in der es einen Raum wie die FLIT Flat nicht braucht (weil dieser möglichst sexismus- und hierarchiefreie Raum nämlich die gesamte Gesellschaft umfasst). Aber da sind wir noch lange nicht, und so lange möchte ich dafür eintreten, dass es Räume wie diesen gibt, bis das Ziel einer anderen Gesellschaftsstruktur erreicht ist und sich die Frage nach solchen Räumen einfach nicht mehr stellt.

  2. zyx!298978

    so ein schwachsinn das ganze hier

  3. Frau mit Hirn

    Scheiße. Ich dachte Eure Wiki-Beschreibung sei Satire gewesen. Teilweise war sie das ja heute Nacht, das was allerdings übrig geblieben ist, ist nicht weniger satirisch. Was das Reißverschlusssystem betrifft, scheint ihr irgendwann zuviele Drogen geworfen zu haben.

  4. xyz

    linksradikale feministen lesben an die macht

  5. traenengas

    frauenförderung über diskriminierung des mannes!!!!!! ich bin dafür lol

  6. traenengas

    ich halte dieses gendern für absolut schwachsinnig.

    studentInnen ergibt beim vortrag/vorlesen dann ja wieder STUDENTINNEN. Wo sind dann hier die studenten?

    diskriminierung in die andere richtung!

  7. DieStrakeFrau

    pff radikale Feministinnen.

  8. MenschInnen

    LOL!!!!!!

  9. Liebe Aktivist_innen!
    Mir fällt wiederholt auf, dass auch die Texte auf unibrennt.at nicht gegendert sind und ich finde das wirklich ärgerlich. Das ist ja wohl das Mindeste!
    Vielleicht gibts eine Möglichkeit, dass irgendwie bei den Leuten für die Homepage anzusprechen, dass das gemacht wird oder zumindest jemand korrigiert.
    Ich bevorzuge ja die Variante Student_innen, aber StudentInnen wäre auch schon ein Schritt in die richtige Richtung.
    Ich bin aus Linz und werde mich im Rahmen meiner Möglichkeiten bemühen, dass dort auch einzubringen.
    Danke und liebe Grüsse, Andrea

    • ...

      Sorry, aber das ist doch lächerlich. Bitte lasst unsere Sprache in Ruhe. Man (ja, genau, m a n [nicht Mann]) muss sich nicht über jeden Mist aufregen. Hast du sonst keine Probleme, dass du dich aufregen musst, nur weil jemand “Studenten” schreibt? Studenten ist Plural und steht für die meisten Leute für BEIDE Geschlechter. Dass sich extreme Feministinnen über solche KLEINIGKEITEN aufregen, ist erbärmlich. Ich wünschte, ich wäre du, denn dann hätte ich wohl ein sorgenfreies Leben, wenn das das einzige ist, was mir Probleme bereitet. Das Wort “Student_innen” bezieht sich lediglich auf Frauen. Männliche StudentEN sind keine Studentinnen, sie sind auch kein Student (ist grammatikalisch nicht möglich) – sie sind StudentEN. Alle weiblichen und männlichen Hochschüler sind Studenten. Sollte es nicht eigentlich so sein, dass man die Geschlechter nicht so trennt, wie ihr es tut? Die Frauen AG fördert den Sexismus, bemerkt es aber nicht. Wenn man Frauen so darstellt, als wären sie eine eigene, fremde Rasse, so stärkt man Sexismus. Wenn man aber beide Geschlechter mit einem universellen Wort (welches zwar grammatikalisch gesehen “männlich” ist, jedoch keine männlichen Geschlechtsteile hat [wie auch, bei einem WORT? Man hat das Geschlecht genannt, man hat gesagt, dass "der" männlich, und "die" weiblich ist - aber das sind bloß bezeichnungen.]), dann zeigt man, dass beide Geschlechter gleich sind. Sollte das nicht das Ziel sein? GLEICHberechtigung? Leider merke ich nichts davon in der Frauen AG. Diese ist sexistisch, männerfeindlich und projektgefährdent. Die Frauen AG hat wohl wirklich keine Probleme, denn sie merkt nicht, über was für einen Scheiß sie sich da aufregt. Wenn die Frauen AG gegen Vergewaltigungen ist, warum vergewaltigt sie dann unsere deutsche Sprache? Lasst die Sprache in Ruhe – ich tue das, und weigere mich Vehement Sternchen, Unterstriche und Großbuchstaben innerhalb der Worte (das sind mittlerweile 3 Fehler in unserer Sprache, die ihr den Leuten aufdrängen wollt… aber wenn man sich die Grammatik- und Rechtschreibfehler in der Wiki der Frauen AG ansieht, dann merkt man sehr gut, dass die Frauen AG orthographisch nicht sonderlich begabt ist. Vielleicht vergewaltigt sie deshalb die Sprache, weil sie die Sprache nicht korrekt beherrscht.).
      Darf ich mich jetzt wieder auf die Sexismuskeule freuen, die ihr immer auspackt, sobald Kritik an eurer Arbeit kommt? Darf ich? Ja? Das lustige bzw. traurige ist, dass ich für Gleichberechtigung bin, hier aber dafür kämpfen muss. Ich bitte euch die Definition des Wortes durchzulesen, denn vielleicht hört ihr dann mit eurem Sexismus auf (inwiefern ist es GLEICHberechtigung, wenn zwei Frauen hintereinander sprechen dürfen, zwei Männer aber nicht? Eben.).

      • traenengas

        ich stimme meinem vorredner “…” absolut zu

      • Lucy Fair

        _Du_ bestimmst, welche Interessen einer anderen Gruppe berechtigt oder unberechtigt, ernstzunehmen oder “lächerlich” sind? Geh’ bitte – wenn wir das hier so handhaben, dann bestimmt am Schluss noch der scheidende Minister Hahn, dass die Proteste an der Universität irrelevant sind und alle nach Hause gehen sollen. Das kann ja wohl nicht unser Ziel sein.

        Wenn eine Gruppe von Personen in einer gemeinsamen politischen Bewegung Misstände wahrnimmt und artikuliert, dann ist das nicht so geringschätzig abzutun, wie du es versuchst, denn ein bisserl Respekt vor der Position und Wahrnehmung der anderen gehört schon zur gemeinsamen politischen Arbeit, sonst wird das eher zur Konfrontation gegnerischer Gruppen, die einader mißachten. Und die ist in einer gemeinsamen Protestbewegung vor allem zweierlei: nicht zielführend und destruktiv. Und das zu sein wirst du ja nicht bezwecken. Oder?

        Deine Naturalisierung von Grammatik als unumstößliches und unantastbares weil quasi naturgegebenes Axiomensystem blendet den Umstand aus, dass gesellschaftliche Regeln ständig von Menschen gemacht, reproduziert, verändert und gebrochen werden. Und Grammatik ist eben auch eine Übereinkunft zwischen Menschen, die auch in Frage gestellt werden kann, wenn sie Schieflagen abbildet. Und dass aus beispielsweise 37.000 Studentinnen dann, wenn ein Mann hinzukommt, plötzlich 37.001 Studenten werden, ist ja wohl so eine, die ins Auge springt. Die Sprache ist ebensowenig herrschaftsfrei wie die Gesellschaft, deren Produkt sie ist und an solchen Punkten darf die Kritik und auch der Verstoß gegen Regeln, die mensch als ungerecht empfindet, schon mal ansetzen. Dagegen ist dann das Dudenzitat und das Kettenrasseln mit Grammatik, Orthographie und vielleicht auch noch Etymologie samt rhetorischen Turnübungen auf diesem Feld einfach die inadäquate Reaktion. Mensch muss einander schon auf einer Ebene begegnen, um eine für alle Seiten fruchtbringende Auseinandersetzung im Sinne eines intellektuellen Disputs führen zu können.

        Deine Bemerkung “Vielleicht vergewaltigt sie deshalb die Sprache, weil sie die Sprache nicht korrekt beherrscht.” lasse ich an dieser Stelle unkommentiert und möchte nur prognostizieren, dass du in einer höheren Eskalationsstufe unserer Auseinandersetzung hier vermutlich noch von einem “Genozid an der Sprache” sprechen könntest (das ergibt sich aus einer einfachen Extrapolation deiner Rhetorik). Was reichlich unsensibel von jemanden mit einer so ausgeprägten sprachlichen Sensibilität, wie du sie für dich beanspruchst, wäre. Doch egal, schon die Wendung mit der Vergewaltigung ist ja bereits in vergleichbarem Maße unsensibel.

        Ja, und das mit der Gleichberechtigung ist so eine Sache: So lange sie noch nicht erreicht ist, muss mensch die benachteiligten Gruppen besonders fördern, um sich ihr anzunähern. Wenn sie dann erreicht ist, wird das nicht mehr nötig sein. Es geht hier ganz klar um die Unterscheidung von Zielen (Gleichberechtigung) und dem Weg dorthin (Förderung). Wer die Ziele für den Weg hält, unterliegt einer Mißinterpretation des konfuzianischen Zitats “Der Weg ist das Ziel” und stiftet damit Verwirrung bei sich und anderen. Oder er blendet einfach gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse aus bzw. verschleiert sie. Aber: warum sollte mensch so etwas tun, wenn mensch von ihnen nicht profitiert bzw. zu profitieren glaubt? – Reine Naivität?

      • ...

        Als “Föderung” würde ich das nicht bezeichnen. Wieso gegen Sexismus mit sexistischen Mitteln kämpfen? Ich frage mich, warum ich mich eigentlich so aufrege… denn ich versichere euch, dass ihr keinen Erfolg haben werdet, da ihr das ganze Problem völlig falsch angeht. Es gibt (soweit ich weiß) 2% mehr Männer auf der Welt als Frauen, und mit eurer derzeitigen Position macht ihr euch viele Männer zum Feind, da ihr versucht, die Unterdrückung der Frau durch die Unterdrückung des Mannes wieder gut zu machen. Ich bin nicht stolz darauf wie meine ” Geschlechtsgenossen” in der Vergangenheit mit Frauen umgegangen sind, aber wenn ihr die letzten gebliebenen Probleme auf diese Weise lösen wollt, werdet ihr nichts erreichen. Diese Sache muss friedlich angegangen werden – denn wir sehen ja, was passiert, wenn man ein Geschlecht unterdrückt. Eigentlich widersprecht ihr euch selber, so dass ich es nicht glauben kann, dass ihr Gleichberechtigung WOLLT. Diskriminierung mit Diskriminierung zu bekämpfen ist so wie Feuer mit Feuer zu bekämpfen.

      • xyz

        ich gebe dir, lucy, ja größtenteils recht….

        aber worin bitte besteht der sinn, nach einem mann, zwei frauen sprechen zu lassen? es gibt situationen, bei denen das first come – first serve prinzip wunderbar passt, welches nicht durch übersensibilität des sexismus angeprangert werden muss, um künstlich die frauenquote in einem absolut belanglosen zusammenhang zu fördern

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